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Katzenjagd

Einfach mal schnell Katzenfüttern gehen. Das war der Plan gestern Abend, nachdem mich meine Nachbarin darum gebeten hatte.

Da die zwei sehr viel  Blödsinn im Kopf haben, sperrt sie meine Nachbarin immer ins Vorzimmer, wenn sie nicht da ist. Zum Wasser Nachfüllen und Futter holen muss ich aber in die Wohnküche. Letzte Woche hatten sie mehrmals versucht, sich an mir vorbei in die Wohnküche zu drängen, manchmal hatten sie es geschafft, aber wie es bei Tieren eben so ist: sobald sie feststellten, dass es im Vorzimmer etwas zu fressen gibt, hatte das Priorität und sie gingen freiwillig zurück ins Vorzimmer.

Gestern ging ausgerechnet in dem Moment, als ich die Tür zur Wohnküche öffnete, draußen ein Feuerwerk los. Zwei fellige Blitze zischten zwischen meinen Beinen hindurch unters Sofa und machten keine Anstalten, dort wieder hervorzukommen. Als ich sie endlich mit viel gutem Zureden und Futter soweit hatte, knallte es draußen wieder und die zwei verschwanden wieder. Die Tatsache, dass im Veranstaltungsraum nebenan laute Musik lief, machte die Sache nicht gerade besser. Nach einer gefühlten Ewigkeit gelang es mir, eine der beiden einzufangen und ins Badezimmer zu sperren, mit einem Besenstiel schob ich die zweite Katze vorsichtig, aber bestimmt unterm Sofa hervor und auf der Suche nach ihrer Schwester ging sie dann freiwillig wieder zurück ins Vorzimmer. Nach über einer halben Stunde war ich endlich wieder in meiner Wohnung. So viel zum Thema “mal eben schnell Katzenfüttern”. War wohl schlechtes Timing.

 

 

 

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Verwirrung

Gesunde Ernährung. Was ist das eigentlich?

Das, was es so schwierig macht aus einer Essstörung herauszukommen ist dass niemand zu wissen scheint, wie gesunde Ernährung eigentlich aussieht. Da gibt es Veganer, Paleo-Leute, Low-Carb-High-Fat-Verfechter, dann wiederrum Menschen, die Fette verteufeln und sich kiloweise Kartoffeln und Nudeln reinziehen, um nur einige Beispiele zu nennen.  Und komischerweise behaupten sie alle, dass die jeweilige Ernährungsform die einzig Richtige und wirklich Gesunde ist.

Wenn man essen von Grund auf neu lernen muss, ist das ein Problem. Einfach nach Instinkt essen funktioniert nicht mehr, man braucht irgendein Konzept zur Orientierung, an dem man sich festhalten kann. Aber bei der Fülle an Möglichkeiten ist man überfordert. Nüsse ins Müsli oder doch lieber Haferflocken? Normales Joghurt oder Sojajoghurt? Oder lieber gar kein Joghurt mit Müsli und stattdessen Brot? Aber abends Brot, da soll man doch keine Kohlenhydrate mehr essen…?

Man verzweifelt an der Fülle der gesunden Ernährungskonzepte. Und weil man sich für keines entscheiden kann, macht man einfach weiter wie bisher.

 

 

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Auf der Spur der Suchbegriffe

Inspiriert von der Ankündigung des Zitrönchens, mir die Mittagspause mit ihren Suchbegriffen zu erheitern, will ich auch mal wieder ans Werk.

-warum keine Motivation beim Neuroleptika

wenns dich beruhigt- ich habe ohne auch keine.

-nackte zahnartzthälferin

Letztes Mal konntest du es zumindest noch richtig schreiben.

-gerade wenn du glaubst es geht nicht schlimmer

Ach, hast du öfter auch solche Momente?

-Anspannung bei Selbstverletzungsdruck

Also bei mir ist es andersrum. Selbstverletzungsdruck bei Anspannung.

-Segelflieger Tattoo

Hatte ich tatsächlich mal vor. Im Augenblick ist das aber wieder etwas weiter hinten auf der Prioritätenliste.

-Tavor 50kg

Lass uns mal nachrechnen: Bei einem Konsum von 8mg täglich macht das 2920mg pro Jahr, also 2,92g. Mit 50kg Tavor komme ich also etwas mehr als 1712 Jahre aus. Klingt nach einem entspannten Leben.

-Trittico eingeworfen kann nicht schlafen

Kenne ich. Und besonders witzig ist es, wenn man dann am nächsten Tag nicht richtig wach werden kann.

-fahrlässige Dummheit

warum sucht man danach? Die begegnet einem meistens ganz automatisch.

-Nacktschnecken vernichten

Emanuel macht das mit einer Art Flammenwerfer. Das sieht ziemlich widerlich aus.

-Weihnachtskrise

Ich würde mal behaupten, das ist die weitverbreiteste Krankheit der Allgemeinbevölkerung im Winter. Auch ich bin regelmäßig davon betroffen.

-Fisolengulasch

Lecker und einfach.

Ballettanzug Fachbegriff

“Trikot”. Hat mir meine Schwester mal erklärt.

Medikamenteneinfluss bei PTBS

Erfahrungsgemäß kann ich sagen, dass Benzodiazepinkonsum die Symptome auf eine sehr angenehme Art und Weise beeinflusst *hust*

was passiert wenn man aus der Psychiatrie abhaut

kommt drauf an ob man freiwillig dort war oder nicht. Grundsätzlich ist eine Entlassung dem Abhauen immer vorzuziehen.

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Treffen sich zwei…

Es klingt wie der Beginn von einem Witz: Treffen sich zwei Essgestörte im Supermarkt.

Ich war heute wieder einkaufen. Die Baustelle ist gewandert, weshalb ich wieder 20 Minuten länger gebraucht habe, aber immerhin stand ich gegen 17:30 endlich am Supermarktparkplatz.

Als ich so durch die Gänge wanderte, fiel mir ein sehr dünnes Wesen auf. Sie hatte zwei Gurken und eine Packung Paprika auf dem Arm. Ich sah, wie sie eine Tütensuppe aus dem Regal nahm, die Nährwertangaben studierte und wieder zurückstellte. Klare Sache. Da liefen wir also beide durch den Supermarkt, Nährwerttabellen studierend, musterten uns gegenseitig wenn wir dachten, dass die andere gerade nicht hinsieht, um höchstwahrscheinlich beide festzustellen, dass die jeweils andere dünner ist.

Ein ziemlich schlechter Witz.

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Harry Potter und Mechanik

Da schlafe ich einmal fast gesunde 7 Stunden… und träume unfassbar wirres Zeug. Dass ich Mechanik-Schularbeit habe, darin Fragen zu Harry Potter beantworten muss und keine blasse Ahnung habe (nun ja, das keine Ahnung haben ist mir ja jetzt nicht sooo unbekannt *hust* ). Ich wusste ja, dass Mechanik nicht logisch ist, sondern auf Zauberei beruht. Das erklärt vielleicht auch, warum ich in diesem Fach meistens mit einem Bein im Grab stand. Zur Sicherheit waren es dann diese Nacht nur etwas mehr als 5 Stunden.

Sonst versuche ich die Tages irgendwie rumzukriegen, ohne mehr zu essen, als ich möchte. Ich dachte immer, das rote Zeug im Klo kommt daher, dass ich irgendetwas Rotes gegessen habe. Paprika, Tomaten, Erdbeeren, was weiß ich. Gestern hatte ich aber erstaunlicherweise nichts Rotes gegessen, weshalb nur noch die Option übrig blieb, dass es sich dabei um Blut gehandelt hat. Langsam löse ich mich also auch innerlich auf. Oder so.

Heute musste ich die Chefin wieder fragen, ob ich nächsten Montag früher wegdarf. Ich habe mittlerweile schon so ein unfassbar schlechtes Gewissen, alle 2-3 Wochen habe ich irgendeinen Termin. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sie mich rauswirft. “Hast du etwa wieder irgendetwas?” wollte sie heute wissen. Was hätte ich darauf sagen sollen? Klar habe ich etwas. Ein Auto, ein Bett… aber das meinte sie wohl nicht, sondern Krankheiten. Die habe ich auch, aber nicht erst seit 2 oder 3 Monaten.

 

 

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Sommer

In den letzten Tagen ist mir aufgefallen, wie kurz die Tage schon wieder werden. Wenn ich um 5:30 aufwache, beginnt es zu dämmern und um 20:00 wird es schon wieder dunkel. Erstaunlich, wie die Zeit vergeht. Ich erinnere mich an unendlich scheinende Sommer in meiner Kindheit mit Hitze und Gewittern. Heuer hatten wir im Prinzip gar keinen richtigen Sommer. Mich stört es nicht, ich bin kein Hitzefan, aber die wenigen Tage, die es an die 30° hatte, werden von mehreren mit 15° und Regen abgelöst. Und jetzt wird es also schon wieder Herbst und ich habe es wieder erfolgreich geschafft, mir einen Sommer zu versauen. Anstatt an den See zu fahren, Freunde zu treffen, Radfahren oder wandern zu gehen habe ich mich in meiner Wohnung verschanzt, mich gewogen, gefressen und gekotzt. An den letzten Sommer kann ich mich nur bruchstückhaft erinnern und diesen sollte ich am besten auch vergessen.

Ich mag die dunkle Jahreszeit nicht. Ich mag es nicht, meine Wohnung nur am Wochenende bei Tageslicht zu sehen. Und heuer fürchte ich mich besonders vor der Kälte. Wenn ich die letzten Jahre mit 12kg mehr schon so gefroren habe, dass ich oft nicht wusste, was ich noch anziehen soll- wie wird es dieses Jahr sein? Wenn ich schon im Sommer so wenig Motivation und Antrieb habe, dass ich nicht mal mehr Lust auf fliegen habe- wie soll ich dann an grau-trüben Novembertagen überhaupt aus dem Bett kommen?

Am besten nicht zu viele Gedanken darum machen. Es wird schon irgendwie weitergehen. Irgendwie ist es bisher immer weitergegangen.

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Puzzle-Nacht

Gestern war ich fliegen. Motiviert war ich nicht. Es ging lediglich um die Erfüllung der sogenannten “90-Tage-Regel”. Diese besagt, dass man, um Passagiere mitnehmen zu dürfen, in den letzten 90 Tagen mindestens 3 Landungen absolviert haben muss. Und da ich nächstes Wochenende eventuell einen solchen Flug vor mir habe, musste ich mich aufraffen und die vorgeschriebenen 3 Landungen hinter mich bringen. Eigentlich hätte ich nur eine gebraucht, aber ich sammel schon mal für die Scheinverlängerung nächstes Jahr. Irgendwo hatte ich ja schon ein schlechtes Gewissen. So viele Leute würden viel dafür tun, fliegen zu dürfen- und ich fliege, “weil ich muss”. Ich meine, mich daran erinnern zu können, dass im Human-Factors-Skriptum mal irgendetwas in die Richtung stand, dass man einen Flug unterlassen sollte, wenn man nicht motiviert ist zu fliegen. Ich glaube, demotivierter als ich gestern war, geht fast gar nicht mehr. Aber was solls, nachdem ich mich etwas länger als eine halbe Stunde auf kleiner Flamme rösten hatte lassen, war es vorbei.

Freitag hatte ich es mal wieder mit Trittico versucht, um halbwegs schlafen zu können. Unglaublicherweise war ich nach etwas mehr als 7 Stunden wieder auf den Beinen. Mittlerweile weiß ich bald wirklich nicht mehr, was ich machen soll, um zu schlafen. Um dem gestrigen Tag noch irgendetwas Angenehmes abgewinnen zu können, machte ich mich mal wieder an Substanzexperimente und verbrachte den Nachmittag zugedröhnt auf dem Sofa. Es war genial, einfach mal ein paar Stunden vor sich hinträumen, ohne Hunger, ohne Gedanken ans Essen. Am Abend wollte ich eigentlich nur schnell einen Brief einwerfen- im Endeffekt wurde es ein einstündiger Barfußspaziergang. Meine Fellmonster freute es, weil ich mit jeder Menge Löwenzahn wiederkam.

Schlafen ging überhaupt nicht. Ich war bis 4:30 auf den Beinen. Die ganze Nacht verbrachte ich vor meinem 1500-Teile-Puzzle. Und wer denkt, ich hätte dann zumindest bis am frühen Nachmittag geschlafen, irrt: Es war 10:00, als ich wieder auf den Beinen war. Es ist zum Kinderkriegen.

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