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Die vielleicht wichtigste Erkenntnis seit Langem

So lange schon habe ich mir die Zähne daran ausgebissen, warum ich immer noch so viel Scheiße baue, wo ich doch meine Vergangenheit eigentlich bewältigt habe. Letzte Woche ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen. Nach dem Vorfall in der Essstörungsabulanz hatte ich lange gebraucht, um wieder runterzukommen, die Panik eingewiesen zu werden hat mich noch lange verfolgt, und diese hässlichen Gefühle von ausgeliefert sein, zu wissen, dass der Arzt machen kann was er will und ich kann mich nicht wehren…

Abends ist mir dann plötzlich schlagartig bewusst geworden, dass das genau die Emotionen sind, die ich als kind hatte und die mich ewig verfolgt haben. Und die Situation in der Essstörungsambulanz war lange nicht das einzige Erlebnis dieser Art- das zieht sich eigentlich seit meiner gerichtlichen Unterbringung inklusive Fixierung vor 10 Jahren bis heute wie ein roter Faden durch mein Leben und beschert mir bis heute Albträume und ich muss noch immer weinen wenn ich an manche Situationen denke. Natürlich sind nicht alle Erlebnisse so extrem, aber auch die Summe der “kleinen” Dinge wie es nicht zu akzeptieren wenn ich sage “ich möchte darüber nicht reden” oder mir meine Gefühle ausreden zu wollen, das sind immer wieder Tropfen in das Fass, das irgendwann überläuft. Mittlerweile habe ich so einen Hass und eine Ablehnung in mir gegen Ärzte, krankenhäuser, Therapeuten, dieses ganze System. Ich weiß, dass es viele nur gut meinen und “mich vor mir selbst” retten wollen- aber es sind trotzdem immer wieder Grenzverletzungen, Grenzüberschreitungen, Eingriffe in meine Freiheit und meine Privatsphäre, die all diese alten Gefühle wieder hochholen und somit letztendlich alles noch schlimmer machen als wenn sie mich einfach in Ruhe lassen würden.

Ich erkenne so viele Parallelen zu früher, als mich meine familiäre Vergangenheit noch belastet hat. Dieser intensive Hass, der sich nun nicht mehr gegen meinen Vater richtet sondern gegen die Ärzteschaft, die Träume, die Gefühle von Ohnmacht, Panik, Hilflosigkeit in gewissen Situationen, das meiden gewisser Orte und Situationen… auf einmal ist alles so offensichtlich, dass ich mich frage, wie ich das nur so lange übersehen konnte.

Was mir diese Erkenntnis bringt, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich definitiv ohne fremde Hilfe aus der Sache rauskomen muss, weil die Orte und Menschen, die mich gesund machen hätten sollen, letztendlich nur noch kränker gemacht haben.

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