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Nie genug reloaded

Morgen werde ich mal ein Telefonat mit der Arbeiterkammer führen, denn langsam aber sicher geht mir das, was hier abgeht zu weit und ich würde wirklich gerne wissen, wie hier die rechtlichen Rahmenbedingungen aussehen. Wenn es rechtlich in Ordnung ist, habe ich ein Problem, da meine persönlichen Grenzen überschritten werden. Wenn es rechtlich nicht in Ordnung ist, ist das zwar schön für mich, aber ich habe dennoch ein Problem. Wenn eine Firma einen Mitarbeiter loswerden will, schafft sie das in der Regel auch, und bei mir vermutlich noch schneller, da für mich schon das Wissen genügt, dass man mich irgendwo nicht haben möchte, um freiwillig die Fliege zu machen.

Bisher galt die 40-kilo-Marke als Mindestgewicht um wieder arbeiten gehen zu dürfen, wobei ich mich da schon frage, ob das rechtlich zulässig ist, wenn dieses Gewicht meine Arbeitsleistung nicht mindert. Da ich es nicht besser weiß, habe ich mich auf das Spiel eingelassen. Als ich mich heute, wie jeden zweiten Tag (wie oft muss ich mich im krankenstand überhaupt bei meinem Arbeitgeber melden, insbesondere wenn absehbar ist, dass er länger dauern wird?) zum Pflicht-Telefonat bei meinem Chef meldete, meinte er, ich hätte bei unserem Treffen letzten Mittwoch (er hatte mich so lange penetrant zu wöchentlichen Treffen in seiner Mittagspause gedrängt, wahrscheinlich um meinen “Fortschritt” zu kontrollieren, bis ich letztendlich um des lieben Friedens Willen auch dieser Maßnahme zugestimmt hatte ) noch immer so schlecht ausgesehen, dass da noch mehr drauf müsse.

Erstens: Ich weiß nicht was er erwartet hat, aber das hätte ich ihm auch sagen können, dass die 3kg mehr niemand außer mir selbst sehen wird sondern nur Wassereinlagerungen sind und das Gewicht der Nahrung und Flüssigkeit, die sich nun wieder “im System” befndet.

Zweitens habe ich es langsam satt, dass die die Spielregeln verschieben, wie es ihnen gerade gefällt, wenn ich mich schon darauf einlasse. Erst hatte es gereicht, dass ich am nächsten Tag ins krankenhaus gehe- eine Stunde später durfte ich plötzlich nicht mal mehr alleine nach Hause fahren um mir 3 verdammte Unterhosen zu holen, ohne zu riskieren von der Polizei abgeführt zu werden. Nun plant mein Chef offenbar, die Gewichtsgrenze einfach so lange hochzuschrauben, bis ich ein seiner Meinung nach gesundes Gewicht erreicht habe, aber nicht ohne mir zwischendurch mitzuteilen, dass er die Stelle nicht ewig freihalten könne. Er droht mir also mit einer Entlassung im krankenstand, zu dem er mich gezwungen hat, obwohl ich schon nach einer Woche erklärt habe, dass ich eigentlich wieder arbeiten möchte. Ich bin nun die vierte Woche nicht da, und ich weiß nicht ob ihm klar ist, dass ich, wenn ich das Ding so durchziehen würde wie er sich das gewünscht hätte (krankenhaus und stationäre Therapie), nicht 4 Wochen im krankenstand wäre, sondern 3-4 Monate. Mich beschleicht langsam der Verdacht, dass er dachte er  parkt mich im Spital, dort werde ich gemästet und komme 3 Wochen später 10kg schwerer wieder raus und alles ist gut.

Mein Hausarzt hat mich auch nur deswegen krank geschrieben, weil mein Betriebsarzt Druck gemacht hat und nun meldete sich letzte Woche auch noch die krankenkasse und verlangt Behandlungsnachweise. Wenigstens hat sich mein Betriebsarzt bereiterklärt, diesbezüglich meinen Hausarz zu kontaktieren.

Ich bin langsam an einem Punkt, wo ich den ganzen Stress und den Druck nicht mehr lange aushalte. Sie meinen es sicher nicht böse und wollen alle nur helfen, aber es hat den komplett gegenteiligen Effekt, nämlich dass ich mich so gestresst fühle, dass die ES-Symptomatik nur noch verstärkt wird.

7 comments on “Nie genug reloaded

  1. Wie zu deinem vorherigen Post Amy und Mala schon treffend beschrieben haben, ist es einerseits die Verantwortung zu der dein Chef sich bekennt , die er aber auch seiner Firma gegenüber hat und andererseits die Problematik das dein Leiden ein psychisches ist. Der Chef möchte dich möglichst bald gesund am Arbeitsplatz wissen, und überschätzt dabei seine Kompetenzen. Ist ja alles so einfach… ich muss die nur ans Essen bringen… das das nach hinten losgeht, ist klar. Dazu kommt, er raubt dir die vielleicht wichtigste Basis deiner Existenz, die Kraft Krankheit und Job unter einen Hut zu bringen.
    Es laufen tausende hier draußen rum, die mit hoffnungslosen Krankheiten geschlagen sind,, da würde niemand kommen und die nach Hause schicken, wenn sie a) ihre Arbeit gut erledigen und b) ihre Arbeit ein seelischer Halt ist um die Krankheit auszuhalten.
    Vielleicht hilft dir dein Hausarzt und /oder der Betriebsarzt im Gespräch mit dem Chef,zu klären, daß seine Motivation bezüglich des reibungslosen Ablaufs in der Firma durchaus legitim ist, aber er deine persönliche Freiheit beschneidet indem er dir die Entscheidung zur Gesundung unter Druck abverlangt.
    Vielleicht kann der betriebsarzt ihm erklären, das dein Ausfall bei Behandlung mindestens 4 Monate dauern würde oder länger ,und es klüger ist im Moment, dich so einzusetzen wie du bist, anstatt es auf die Spitze zu treiben. Wenn du noch nicht bereit bist zu gesunden, dann ist das definitiv deine Sache. Und m. E. Kann er dich nicht rauswerfen wenn dein Hausarzt dich gesund bzw arbeitsfähig schreibt. Offen mit dem Chef drüber reden mit dem Betriebsarzt dabei, damit klar wird a) du bist krank aber b) arbeitsfähig und das Chefs sich privat äußern dürfen, aber das auf der Arbeit keine Relevanz besitzt wegen des Datenschutzes in punkto freie Persönlichkeitsentfaltung. Halt durch ! Du bist im Recht! Supporting vibes from me to you! 🤘

  2. Mir hat auch so eine meth Mutter die sich, weil sie etwas gegen mich hat, so den Kanal zubombt, den Stromzähler Plomben lassen. Ohne Rate oder Monats preis rauf. Nein 700€ erstmal. Ich bin aber am Wechsel

  3. War mit Rechtsschutz. Aber nur cops kein Gericht. Die waren ein Jahr immer als da und der Richter auch. Wegen dem geWehr an der Wand, hat der Bulle mal durch gesehen. Auch Schwerter von mir und immer als Lärm. Bis die Nachbarn weggezogen sind sogar. Und jetzt außerdem die stromplombe.

    DAS Recht von D.A.S. Deutscher Automobil Schutz Allgemeine Rechtsschutz Versicherungs-AG
    https://itunes.apple.com/de/app/das-recht/id489159322?mt=8

    Von meinem iPhone gesendet

  4. Ich schließe mich ansichschade an xD (ich liebe die Kommentare). hoffe die Arbeiterkammer kann dir helfen. Einerseits ist es ja echt nett wenn sie dir “helfen” wollen, aber andererseits erscheint es mir völlig übertrieben. Und natürlich isst eine Essgestört motiviert.. nur weil es jemand erwartet 🤦‍♀️

  5. Wie zu deinem vorherigen Post Amy und Mala schon treffend beschrieben haben, ist es einerseits die Verantwortung zu der dein Chef sich bekennt , die er aber auch seiner Firma gegenüber hat und andererseits die Problematik das dein Leiden ein psychisches ist. Der Chef möchte dich möglichst bald gesund am Arbeitsplatz wissen, und überschätzt dabei seine Kompetenzen. Ist ja alles so einfach… ich muss die nur ans Essen bringen… das das nach hinten losgeht, ist klar. Dazu kommt, er raubt dir die vielleicht wichtigste Basis deiner Existenz, die Kraft Krankheit und Job unter einen Hut zu bringen.
    Es laufen tausende hier draußen rum, die mit hoffnungslosen Krankheiten geschlagen sind,, da würde niemand kommen und die nach Hause schicken, wenn sie a) ihre Arbeit gut erledigen und b) ihre Arbeit ein seelischer Halt ist um die Krankheit auszuhalten.
    Vielleicht hilft dir dein Hausarzt und /oder der Betriebsarzt im Gespräch mit dem Chef,zu klären, daß seine Motivation bezüglich des reibungslosen Ablaufs in der Firma durchaus legitim ist, aber er deine persönliche Freiheit beschneidet indem er dir die Entscheidung zur Gesundung unter Druck abverlangt.
    Vielleicht kann der betriebsarzt ihm erklären, das dein Ausfall bei Behandlung mindestens 4 Monate dauern würde oder länger ,und es klüger ist im Moment, dich so einzusetzen wie du bist, anstatt es auf die Spitze zu treiben. Wenn du noch nicht bereit bist zu gesunden, dann ist das definitiv deine Sache. Und m. E. Kann er dich nicht rauswerfen wenn dein Hausarzt dich gesund bzw arbeitsfähig schreibt. Offen mit dem Chef drüber reden mit dem Betriebsarzt dabei, damit klar wird a) du bist krank aber b) arbeitsfähig und das Chefs sich privat äußern dürfen, aber das auf der Arbeit keine Relevanz besitzt wegen des Datenschutzes in punkto freie Persönlichkeitsentfaltung. Halt durch ! Du bist im Recht! Supporting vibes from me to you!
    Niscayena

  6. Eine schwierige Situation für Dich. Dein Chef möchte Dir – vermutlich ohne eine tiefere Kenntnis der Thematik – mit der falschen Methode helfen und sich bzw. die Firma vor Problemen schützen. Ein Update zur Verbesserung Deiner Gesundheit erfordert manchmal auch einen Neustart. 😉 Ich drücke Dir für die Zeit nach “Fliegermädchen Reloaded” die Daumen und wünsche Dir ein schönes Osterfest.

  7. Stand heute wieder am skaterpark. Und beim live high Graffiti stand 808, da dachte ich an gestörte und Leute irgendwie was einnehmen. Und für jeden Achter den die nicht richtig gehen die Null muss damit die weiter gehen können.

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