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The will to death is what keeps me alive

Als ich das Schuhband von meinem Arm löse, merke ich schon, dass es verdammt viel war, denn eine Welle der Übelkeit überrollt mich, die nur langsam zurückgeht. Als ich mich so weit wieder gefangen habe, schwanke ich zu DC ins Wohnzimmer und lasse mich neben ihm aufs Sofa fallen. Ich weiß noch, dass er einen Film anmacht. Dann wird alles schwarz.

DCs Stimme dringt gedämpft in mein Bewusstsein wie durch eine dicke Glasscheibe. Ich höre ihn rufen: “Fliegermädchen!!! Alles okay bei dir? HEY! Sag doch was!”, doch ich kann ihm nicht antworten, ich bin viel zu weit weg. Erst nach und nach komme ich wieder zurück und merke, dass er mich schüttelt, während er versucht mich irgendwie wachzukriegen. Endlich schaffe ich es auch, den Mund aufzumachen und ihm zu antworten. “Alles gut, mir geht´s gut”, versuche ich ihn zu beruhigen, “was ist denn los?” – “Verdammt, du hast mir einen Mordsschrecken eingejagt, du hast dagelegen wie im Koma. Ich hab dir die Augen aufgemacht, aber du hast gar nicht reagiert!” erzählt er mir und die Angst steht ihm noch immer ins Gesicht geschrieben.

Okay. Das war nicht der Plan, und doch…

So close.

3 comments on “The will to death is what keeps me alive

  1. Hi Fliegermädchen,
    ich glaube mich zu erinnern, dass du mal vom Blog eines Magersüchtigen geschrieben hast, der starb bevor du dich überwinden konntest ihm zu schreiben. Ich möchte die Chance nutzen, dir zu schreiben, bevor es wirklich mal zu spät sein sollte.

    Nach allem, was ich schon von dir gelesen habe, machst du das Bild einer sehr starken Frau auf mich. Du gibst nicht sofort auf sondern kämpfst weiter, auch bei Situationen wo ich (und viele andere wahrscheinlich auch) schon längst das Handtuch geschmissen hätten. Vielleicht hilft es dir ja, wenn du zurück blickst auf all die Krisen die du schon überwunden hast. Du wirst auch dieses “Tief” (wenn man es denn so nennen kann) überstehen, ich glaube fest an dich! Bitte gib nicht auf!

    Ein Freund sagte mal zu mir, wenn er Stress hat geht er einfach fliegen, die Probleme bleiben am Boden zurück.(schon klar das man Drogen nicht mit Stress vergleichen kann) Aber probiers doch mal aus. Und wenn du nicht allein fliegen willst, lade ich dich gern auf einen Segelflug ein 🙂
    Wünsch dir ganz viel Kraft und fühl dich gedrückt
    Foxi

  2. Habt ihr auch gemeinsames Spritzbesteck?

    • auch wenn ich denke, dass die Frage nur zur Provokation dienen soll und nicht ernst gemeint ist: DC konsumiert nicht intravenös. Und selbst wenn er es täte, würde ich mir nichts mit ihm teilen, schon allein deswegen, weil die Venen durch das verwenden von schon benutzten Nadeln viel schneller kaputt werden, weil die nicht mehr so scharf sind.

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