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Date

Ja, ich hatte so etwas wie ein Date. Gestern. In der Stadt. Und zwar mit dem Typen, von dem ich in diesem Beitrag geschrieben hatte. Wir waren Tee trinken. Irgendwie war es witzig, in der Stadt gibt es so einen richtig alten Teeladen und die Besitzerin sieht genauso aus, wie man sich so jemanden vorstellt: Die Haare streng zusammengebunden, eine altmodische Brille, eine spitze Nase, und sehr elegant angezogen. Normalerweise würde man ja denken, dass die Gäste auch dementsprechend sind, doch das war überhaupt nicht so, denn während wir redeten kam noch ein anderer Typ in unserem Alter dazu. Wo man einfach überhaupt nicht denken würde, dass sich so jemand in einen feinen Teeladen setzt. Egal, mein Schoko-Chai war jedenfalls sehr lecker.

Der Typ war so… lala. Schon schräg, aber nicht auf meine Art und Weise schräg. Versteht ihr was ich meine? Es gibt einfach Menschen, die sind nicht “Mainstream”, dazu zähle ich mich auch. Aber es gibt ungefähr eine Million Arten “Nicht-Mainstream” zu sein. Manche davon sind näher an meiner persönlichen Art “Nicht-Mainstream” zu sein, andere weniger. Die Art des Typen ist definitiv weit weg von meiner eigenen. Wir haben schon auch ein paar Gemeinsamkeiten, so ist es nicht, aber trotzdem…

Was das schlimmste war (ich weiß es klingt bescheuert): Er trug einen Rollkragenpulli. Ich finde Rollkragenpullis entsetzlich. Besonders an Männern.

Und ich weiß echt nicht, was mit mir los ist in letzter Zeit, dass ich mich ernsthaft mit so Beziehungskram beschäftige. Erst entführe ich einen Typen aus der Psychiatrie, dann melde ich mich auf irgendeine aufgehängte Kontaktanzeige. Für Frühlingsgefühle ist es eigentlich noch zu früh, oder?

Ich muss in letzter Zeit oft an Julius denken. Besonders, als ich vor Weihnachten durch den Weihnachtsmarkt in der Stadt gegangen bin, auf dem ich mit ihm war. Ich habe schon lange nicht mehr mit ihm geschrieben, aber ich weiß nicht was ich schreiben soll, es tut mir noch immer alles so leid.

Normalerweise komme ich gut klar mit Einsamkeit, zumindest rede ich mir das ein. Aber in den letzten Wochen war es hart.

 

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