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Das große Fressen ist vorbei

Die Nacht war kurz. Gestern Abend dachte ich noch: “Okay, Kartoffelgulasch gegessen, eine Stunde spazieren gegangen, alles gut”. Ich schlief auch ziemlich schnell ein, nachdem ich ins Bett gegangen war. Um 2 wachte ich wieder auf und… du liebe Güte, war mir übel. Ich fühlte mich aufgebläht und als hätte ich Ziegelsteine im Bauch. Noch dazu war es bei uns in der Wohnung alles andere als ruhig. Wie ich morgens erfuhr, hatte meine Schwester in der Nacht Fieber bekommen und meine Mutter geweckt, weil sie sich so mies fühlte. Dementsprechend lief die halbe Nacht irgendwer in der Wohnung herum (Toilette, Tee kochen, etc.). Erst am frühen Morgen schlief ich nochmal kurz ein. Um 7:30 stand ich wieder auf, übel war mir noch immer und ich hatte keine Ahnung, wie ich Mittags bei meiner Oma auch nur einen Bissen herunterbekommen sollte (mal ganz abgesehen von einem Frühstück). Mein Bauch war noch immer aufgebläht ohne Ende und ich ging erst mal joggen in der Hoffnung, dass dadurch die Verdauung angeregt werden würde und mir das Kartoffelgulasch nicht mehr so im Magen liegt. Tatsächlich ging es mir danach besser, das Frühstück ließ ich zwar aus, aber zumindest schien der Gedanke, eine Kleinigkeit zu Mittag zu essen, nicht mehr komplett unrealistisch.

Als meine Mutter und ich uns auf den Weg zu meiner Oma machten, merkte ich, dass sich mein Vater wohl wirklich Sorgen um mich macht. Seit meine Oma ihn nicht mehr sehen will, hat er keine Gelegenheit ausgelassen, uns spüren zu lassen, dass er es nicht in Ordnung findet, dass wir zu meiner Oma fahren. Jedes Jahr gab es zumindest einen bissigen Kommentar, zB. “Richtet ihr unfreundliche Grüße von mir aus!”. Dieses Jahr sagte er überhaupt nichts, im Gegenteil, er fragte sogar, ob er uns helfen sollte, das Zeug ins Auto zu tragen.

Glücklicherweise ist meine Oma ja ein großer Gemüsefan und hatte ein veganes Weihnachtsmenü gezaubert. Für mich gab es einen halben Schöpfer Tomatensuppe, eine kleine Rotkrautroulade gefüllt mit Reis und Kürbis mit einem Löffel Tomatenragout und am späten Nachmittag tischte meine Oma noch eine kleine Portion Kokospudding auf Beerenspiegel auf. Eigentlich nicht wirklich viel, trotzdem war ich hinterher wieder total aufgebläht und ließ mich von meiner Mutter am Weg zurück absetzen, um noch etwas spazieren gehen zu können. Nach einem einstündigen Verdauungsspaziergang ging es wieder halbwegs.

Wieso mir plötzlich nach dem Essen immer so übel ist? Keine Ahnung. Jedenfalls bin ich froh, dass das “große Fressen” für dieses Jahr vorbei ist.

 

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