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Mittwochsgeblubber

Und schon wieder die Hälfte der Woche rum. Zum Glück. Der Start hätte übler nicht sein können: Montag am Abend habe ich mal wieder gegessen. Schon viel, aber nicht richtig viel. Doch ich habe das Zeug hinterher nicht mehr rausbekommen. Egal was ich versucht habe, mein Magen weigerte sich standhaft, es wieder herzugeben. Als ich das erste Mal mit 16 oder so eine bulimische Phase hatte, war es genau andersrum: Da brauchte ich nach dem Essen quasi eine Kloschüssel nur anzusehen und mir kam alles wieder hoch. Am Montag war es ein einziger Kampf, überhaupt nur eine Hand voll wieder rauszubringen. Das Ergebnis sah ich gestern auf der Waage: 1,8kg mehr. Panik. Scheiße, was habe ich da nur getan. Als Resultat gab es dann gestern nichts zu essen, bis auf wenige Schlucke Wasser nach dem Zähneputzen nichts zu trinken und 1,5 Stunden joggen. Ich wäre glücklich gewesen, auf diese Art zumindest die Hälfte des „angefressenen“ Gewichts wieder zu verlieren. Doch heute früh musste ich mich zweimal auf die Waage stellen um glauben zu können, was ich da sah: Gerade mal 200g mehr als Montag früh. Wie das geht? Keine Ahnung. Ich war einfach nur froh, dass die Fresserei ohne Konsequenzen geblieben war.

Morgen beginnt also die Adventszeit. Zum ersten Mal seit ich denken kann ohne Schoko-Adventkalender. Meine Mutter ist knuffig. Den Adventkalender bekommen meine Schwester und ich immer von ihr geschenkt, das ist irgendwie Tradition bei uns. Und als sie mich vor 2 Wochen gefragt hatte, ob ich heuer einen haben möchte, hatte ich geantwortet: „Keinen mit Schokolade. Vielleicht findest du einen mit Trockenfrüchten oder so, das wäre okay“. Ich hatte mich davor schon ein wenig umgesehen, ob es so etwas überhaupt gibt, aber nichts gefunden. Es ist ja auch ziemlich unüblich, Adventkalender sind ja tendentiell eher für Kinder, und die machen sich über Kalorien ja noch keine Gedanken.  Deswegen hatte ich auch keine großen Erwartungen, dass meine Mutter einen auftreiben kann- aber sie hat es tatsächlich geschafft. Als Kind hat mich das übrigens immer total irritiert, dass man am ersten Adventsonntag meistens nicht das erste Türchen des Adventkalenders aufmachen darf.

Wobei ich zugeben muss, dass ich die Schoko-Kalender früher immer ganz toll fand. Ich bin kein Mensch, der nicht eine Tafel Schokolade oder eine Packung Kekse öffnen kann, drei Stück isst und wieder zur Seite legen kann. Zumindest in den allermeisten Fällen nicht. Im Normalfall ist dann die ganze Tafel weg bzw. die Kekspackung leer. Aber bei den Adventkalendern hatte ich jeden Tag meine Portion Schokolade, ohne Angst haben zu müssen, zu viel davon zu essen. Klar könnte ich theoretisch auch den ganzen Adventkalender leerfuttern, aber ich weiß auch nicht, das würde ich einfach nie tun. Dazu bekommt man als Kind glaube ich zu sehr eingetrichtert, dass man jeden Tag nur ein Fenster aufmachen darf.

Anyway, heuer gibt es also Trockenfrucht-Nussbällchen aus dem Adventkalender. Ich zerbreche mir seit Tagen den Kopf darüber, ob ich ihn lieber morgens oder lieber abends öffnen soll. Wenn ich ihn morgens öffne, hätte ich den ganzen Tag Zeit, die Kalorien wieder zu verbrennen und ich muss nachher gleich in die Arbeit, hätte also nicht die Möglichkeit, weiterzuessen (nicht den Adventkalender, sondern irgendwas Anderes). Aber spät abends öffnen und dann gleich Zähne putzen und ins Bett wäre insofern eine ansprechende Option, als dass ich dann für die Zeit bis zum Einschlafen etwas im Magen hätte und vielleicht besser schlafen könnte. Andererseits könnte ich die Kalorien dann nicht mehr loswerden und es besteht die Gefahr, dass es mich „überkommt“ und ich einfach weitermache mit anderen Lebensmitteln, die ich sonst noch zuhause habe. Mir wird wohl nichts Anderes übrig bleiben als auszuprobieren, womit ich besser klar komme.

Der Namensänderungskram läuft so weit, aber ich habe noch immer Einiges diesbezüglich zu erledigen. Zwar geht es jetzt plötzlich doch, dass ich die Dokumente meiner Bank per E-Mail übermitteln kann, aber dafür muss ich den Antrag für den neuen Führerschein persönlich einbringen. Das werde ich nächste Woche am Freitag in Angriff nehmen, denn da haben wir passenderweise von der Firma aus Weihnachtsfeier in Medan. Je nachdem, wie schnell ich mit dem Führerscheinzeug fertig bin, werde ich mich dann auch noch um die Änderung meiner Flugdokumente kümmern, aber das ist nicht dringend. Das kann ich schlimmstenfalls auch zwischen Weihnachten und Silvester erledigen. Aber der Führerschein wäre wichtig, denn aktuell besitze ich keinen gültigen amtlichen Lichtbildausweis, weil sowohl am Führerschein als auch im Reisepass natürlich mein alter Name steht.

Abgesehen von dem ganzen Papierkram läuft alles glatter, als ich mir das vorgestellt hatte. Ich hätte gedacht, dass viel mehr Fragen kommen, dass ich viel mehr erklären muss, mich viel mehr rechtfertigen muss, dass viel öfter etwas in die Richtung „Wie kann man nur…?“ kommt. Aber bisher haben alle eigentlich nur um Nachsicht gebeten, wenn sie in der Anfangszeit versehentlich noch hin und wieder meinen alten Namen verwenden. Klar, manche wollten wissen, warum ich das getan habe, aber da sage ich dann immer: „Weil ich mich mit meinem alten Namen nie identifizieren konnte“ und damit war es bisher immer erledigt.

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