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Die ersten Reaktionen

Die ersten Reaktionen waren erstaunlich positiv. „Dein neuer Name passt viel besser zu dir!“ stellte die Chefin gestern fest. Mittlerweile bin ich dabei, alles ändern zu lassen, was ich sonst noch ändern lassen möchte. Das ist komplizierter als gedacht. Zumindest bei meiner Bank. Eigentlich hatte ich gedacht, dass es reichen würde, die Änderungsbescheide einzuscannen und per E-Mail zu übermitteln. Reicht aber nicht. Ich muss höchstpersönlich in „meiner“ Bankfiliale in Medan aufschlagen und die Originalbescheide vorlegen, erst dann wird der Name in der Datenbank der Bank geändert und ich bekomme eine neue Karte. Wie gut, dass das nicht kompliziert ist.

Gestern habe ich auch mal wieder einen Fress-Kotz-Tag eingelegt. Hinterher war ich körperlich total fertig. Um 21:00 habe ich mich ins Bett gelegt, es ging einfach gar nichts mehr, und zur Abwechslung mal länger als 5 Stunden geschlafen. Gegen 4:00, 5:00 und 6:00 bin ich jeweils aufgewacht, nachdem ich ziemlichen Schwachsinn geträumt habe. Einmal, dass ich mit dem Flugzeug einen Unfall gebaut habe und zweimal, dass ich etwas gegessen habe.

Als ich mich um 6:15 aus dem Bett quälte, wäre ich fast nicht hochgekommen. Muskelkater kommen bei mir nie am nächsten Tag, sondern erst am übernächsten. Und direkt nach dem Aufstehen ist es besonders schlimm. Das Tanzen am Mittwoch war wohl etwas zu viel für meinen Körper, denn aktuell habe ich das Gefühl, dass es kein Körperteil gibt, das mir nicht wehtut.

 

Die zweite, die ich mit meiner Namensänderung konfrontiert habe, war Nadine.  Per SMS, weil wir gerade am Schreiben waren. Sie hat die Info ignoriert, dafür aber deutliche Worte für mein Essverhalten gefunden. „Isst du brav? Ich will dich nicht so sehen wie letztes Mal! Das ist nicht nur ungesund für dich, sondern für die ganze Familie. Ich mache mir Sorgen und du kannst es mir nicht mal absprechen! Es mag im Moment schwierig sein zu essen, aber du solltest dich fragen, ob du dein Gewicht wirklich zur obersten Priorität in deinem Leben machen möchtest. Konzentriere dich auf andere Sachen anstatt nur auf dich selbst und womit du an dir unzufrieden bist. Wenn du Hilfe brauchst, dann sag doch bitte was. Die Male bisher, wo du mich nicht um Hilfe gebeten hast, waren für mich echt genug.“

Irgendwie ist es erleichternd, dass das Thema nicht mehr wie ein Phantom zwischen uns im Raum schwebt. Ich weiß jetzt, dass sie es weiß. Klingt vielleicht komisch, aber es beruhigt mich, weil ich weiß, woran ich bin. Andererseits: Wie soll sie mir helfen? Wo ich doch 30 Minuten, bevor ich die SMS erhalten hatte, beschlossen hatte, bis Weihnachten die restlichen 2,5kg, die mir noch fehlen um eine 3 an erster Stelle zu sehen, auch noch abzunehmen?

Nach der Arbeit war ich fertig. Zum Glück haben wir Freitag Mittag Schluss, ich hätte nicht gewusst, wie ich den Nachmittag durchhalten sollte. Nach 2 Stunden im Bett gings wieder, keine Ahnung was los war…

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