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Themenfreitag #23 – Deutschland

Als ich vor 3 Wochen den Vorschlag erhielt, einen Themenfreitag zum Thema Deutschland zu machen, dachte ich zuerst: „Was zum Geier soll ich denn da schreiben?!“. Umso länger ich aber darüber nachdachte, umso mehr Ideen kamen mir. Heute dreht sich also alles um Deutschland, was ich an unserem größten Nachbarland besonders mag, wo ich schon überall gewesen bin und was ich dort erlebt habe.

Sänk ju for träweling…

Starten wir gleich mit der ersten Geschichte: Was wäre Deutschland… ohne die Deutsche Bahn. Obwohl ich noch nicht oft mit dem Zug in Deutschland unterwegs war, hatte auch ich schon eines dieser Erlebnisse, auf die man gerne verzichten würde. Zugegeben, auch die österreichische Bahn ist kein Kind der Unschuld. Mein persönlicher Verspätungsrekord der deutschen Bahn wurde bisher allerdings von den österreichischen Bundesbahnen nicht getoppt, obwohl ich in Österreich oft mit dem Zug unterwegs bin.

Es war der Sommer 2013 und die Interrailreise von einer Freundin und mir neigte sich dem Ende zu. Der letzte große Streckenabschnitt stand uns bevor: Mit dem Nachtzug von Kopenhagen quer durch Deutschland nach Prag. Dort sollten wir morgens eintreffen, und wir wollten uns noch ein paar Stunden Prag ansehen bevor wir uns auf den Weg nach Österreich machten. In Prag gibt es nämlich ein grenzgeniales Süßigkeitengeschäft, nur um das mal erwähnt zu haben. Dort werden Bonbons handgemacht und man kann dabei zusehen. Außerdem gibt es Schokolade in Genitalienform, wer also mal Lust auf Penis am Stiel hat, ist dort richtig. Das nur so am Rande. Wir waren jedenfalls sehr froh, dass die Fahrt nachts stattfinden würde, denn nach 2 Wochen Interrail quer durch Nordeuropa hing und das Zugfahren verständlicherweise langsam zum Hals hinaus. Wenn man nur mit Rucksack unterwegs ist, heißt es Gewicht sparen, und am Besten lässt sich das nun mal in Form von Büchern, Zeitschriften und sonstigem Beschäftigungsmaterial einsparen. Wir versuchten zwar, uns beim Hangman-Spielen am E-Reader gegenseitig mit absurden, möglichst schwer zu erratenden Begriffen zu überbieten („Zylindersynthesegerät“), aber irgendwann wird auch das langweilig. Nachts schläft man wenigstens (an das Schlafen im Zug hatten wir uns schon gewöhnt) und die Zeit vergeht, ohne dass man sich irgendwie beschäftigen muss. So kletterten wir in unsere Betten und freuten uns darauf, am nächsten Tag in Tschechien aufzuwachen.

Besagte Freundin und ich wurden zeitgleich wach und wunderten uns über die Stille. Das Rattern der Züge nahmen wir nach 2 Wochen Interrail gar nicht mehr wahr, wohl aber die Abwesenheit dieses vertrauten Geräuschs. Dann fiel uns auf, dass unsere zwei Mitreisenden noch immer auf ihren Betten bei uns im Abteil saßen. Das kam mir komisch vor, denn am Vorabend hatten sie uns noch erzählt, dass wir uns vermutlich nicht mehr sehen würden, weil sie frühmorgens in einer deutschen Stadt den Zug verlassen würden. Der Blick aus dem Fenster holte uns brutal zurück in die Realität. Der Zug stand in einem Bahnhof, aber auf den Schildern stand statt tschechischem Kauderwelsch der Name einer deutschen Stadt. Da wurde uns bewusst, dass wir noch meilenweit von der tschechischen Grenze, geschweige denn von Prag, entfernt waren. Die Lautsprecherdurchsage, die wenige Minuten später ertönte, bestätigte dies. Es gäbe keinen Fahrer für den Triebwagen, die Weiterfahrt würde sich um eine unbestimmte Zeit verzögern. Nach einer guten Stunde ging es dann endlich weiter, aber wir hatten insgesamt schon mehr als 3 Stunden Verspätung aufgerissen und schoben nach 14 Stunden am Stück im Zug langsam aber sicher eine Art „Zug-Koller“. Die Verpflegung ging uns auch aus, wir hatten ja damit gerechnet, in Prag frühstücken zu können, aber mittlerweile war es fast Mittag. Zum Glück waren wir, nachdem unsere zwei Mitreisenden ausgestiegen waren, alleine im Abteil, denn so konnten wir dem aus der Langeweile resultierenden Wahnsinn wenigstens freien Lauf lassen.  Als wir endlich in Prag ankamen, waren wir so fertig und demotiviert, dass wir nur mehr kurz in die Stadt gingen um im Süßigkeitengeschäft einen Großeinkauf zu tätigen und anschließend sofort in den nächsten (pünktlichen) Zug nach Medan stiegen. Bis heute war das die längste durchgehende Zugfahrt meines Lebens- der deutschen Bahn sei Dank.

 

Wiener Schnitzel- aber bitte ohne Soße!

Wenn landestypische Speisen in einem Fremdland serviert werden, ist das immer so eine Sache. Italiener schlagen vermutlich die Hände über dem Kopf zusammen, wie im restlichen Europa Pasta oder Pizza zubereitet wird. Speisen, selbst wenn es Nationalgerichte aus anderen Ländern sind, werden einfach im Laufe der Zeit den regionalen Essgewohnheiten angepasst. Genauso wie jeder Italiener davonläuft, wenn man ihm eine Dr.-Oetker-Tiefkühlpizza vorsetzt, schlägt jeder Österreicher die Hände über dem Kopf zusammen, wenn er hört oder sieht, dass in Deutschland Wiener Schnitzel mit Soße serviert wird. Wiener Schnitzel gibt es in Österreich in so gut wie überall, angefangen von gehobenen Restaurants bis hin zu kleinen Dorfgasthäusern. Mein letztes Wiener Schnitzel ist vermutlich schon gute 10 Jahre her, denn jedes Kind bekommt im Restaurant ein „Kinderschnitzerl“. Bei mir war irgendwann der Punkt erreicht, an dem ich Schnitzel mit Pommes nicht mehr sehen konnte (außer selbstgemacht von meiner Oma). Aber egal, wo in Österreich man hingeht: Niemand würde auf die Idee kommen, ein Wiener Schnitzel mit Soße zu servieren. Auch Pommes dazu gibt es meistens nur für Kinder, die „Erwachsenenversion“ wird normalerweise mit Kartoffelsalat oder Petersilkartoffeln, seltener mit Reis, und Preiselbeeren serviert. Garniert wird das Ganze dann mit einer Zitronenscheibe, deren Saft man über dem Schnitzel verteilen kann. Ich sehe noch bildlich einen Fliegerkollegen vom Heimatflugplatz von mir, der von seiner Deutschlandreise erzählte: „… und dann fragt mich der, ob ich „Tunke“ über mein Wiener Schnitzel will!!! Ich wollt ihn schon fragen, ob er deppert ist!“. Zugegebenerweise wären das eine etwas drastische Maßnahme, trotzdem kann ich den Gedanken aus tiefstem (österreichischen) Herzen irgendwie nachvollziehen. Auch wenn ich als Vegetarierin mit Wiener Schnitzel sowieso nichts mehr anfangen kann, tut der Gedanke, dass das Schnitzel mit Soße übergossen wird, fast schon körperlich weh.

 

Käsekuchentourismus

Ich gestehe: Ich bin süchtig nach Käsekuchen. Wenn es eine Speise gibt, die ich mit Deutschland verbinde, dann ist das definitiv Käsekuchen. Meiner Erfahrung nach dürfte der weit verbreitet sein, überall wo ich bisher in Deutschland war, gab es Käsekuchen. Wenn ich in Deutschland bin, ist es fast schon Pflicht, mindestens einmal Käsekuchen zu essen, oder mir zumindest fertigen oder tiefgekühlten mit nach Hause zu nehmen. Der ist natürlich lange nicht so gut wie frischer, aber besser als gar nichts, denn in Österreich bekommt man nicht mal tiefgekühlten Käsekuchen. Sehr überrascht war ich auch, als ich bei meinem letzten Deutschlandbesuch eine Backmischung für Käsekuchen eines österreichischen Herstellers entdeckte. Ich bin kein Fan von Backmischungen und würde sie auch nicht kaufen, wenn es sie in Österreich gäbe (außer vielleicht einmal zum Testen), aber die Käsekuchen-Backmischung ist hier bei uns gar nicht erhältlich.

Ich kann nicht genau sagen, warum ich Käsekuchen so genial finde. Ich bin allgemein ein Mensch, der „einfache“ Sachen mit nicht so intensivem Geschmack bevorzugt. Ich habe natürlich auch schon versucht, Käsekuchen selbst zu machen, aber der wurde irgendwie nie so wie der, den ich in Deutschland gegessen habe. Eventuell hängt das auch damit zusammen, dass der deutsche Quark (angeblich) eine etwas cremigere Konsistenz hat als der österreichische Topfen, Topfen ist eher krümmelig. Zumindest habe ich das mal gelesen, da ich in Deutschland allerdings noch nie „puren“ Quark gekauft habe, kann ich es nicht mit Sicherheit sagen.  Wer also ein deppensicheres Rezept für Käsekuchen mit Topfen kennt- meldet euch! Ich werde euch ewig dankbar sein!

 

Grüne Bohnen, Blumenkohl, Schmand und rote Bete- Häh?!

Der Bereich, in dem sich das „deutsche“ Deutsch vom „österreichischen“ Deutsch am meisten unterscheidet, ist meiner Meinung nach der Bereich der Lebensmittel, und hier besonders Obst, Gemüse und Milchprodukte. Einige Bezeichnungen haben sich mittlerweile auch in Österreich durchgesetzt und die österreichischen Ausdrücke dafür verdrängt, zum Beispiel Tomaten und Kartoffeln (die „ältere Generation“ sagt noch Paradeiser und Erdäpfel). Einige Bezeichnungen sind in Österreich durchaus bekannt, aber nicht gebräuchlich, zum Beispiel Sahne, Quark oder Blaubeere. Gerade in letzter Zeit, wo ich verstärkt im Internet nach Rezepten gesucht habe, sind mir jedoch immer wieder Lebensmittel – wie die oben genannten- untergekommen, bei denen ich zuerst mal mit Hilfe der Suchmaschine herausfinden musste, was das eigentlich ist. Als Österreicherin kommt es mir so vor, als hieße in Deutschland jedes zweite Gemüse Bohne oder Kohl. Ich habe bis jetzt noch keinen wirklichen Überblick über den deutschen Obst- und Gemüsedschungel.

 

…und sonstige Verständigungsprobleme

Die übrigen Verständigungsprobleme variieren je nach nördlicher Breite. Während ich in Bayern noch fast das Gefühl habe, ich wäre in Österreich, wird es im Norden Deutschlands schon spannender. Da muss ich mich oft wirklich bemühen, Hochdeutsch zu reden. Nach ein paar Tagen „Akklimatisierungszeit“ geht das dann zwar auch schon fast automatisch, aber ich erinnere mich beispielsweise noch daran,  als ich bei meinem Praktikum in Hamburg frühmorgens noch etwas verschlafen meinen Arbeitskollegen erzählte, am Vorabend wäre die „Kiwarei“ (Polizei) bei uns in der Straße gewesen und ich dafür nur verständnislose Blicke erntete. Besonders wenn ich müde, aufgeregt oder unkonzentriert bin, klappt das mit dem Hochdeutsch nicht immer hundertprozentig und hin und wieder bin ich auch schon auf Begriffe gestoßen, bei denen ich den hochdeutschen Ausdruck tatsächlich nicht kannte. Aber wie euch das Zitrönchen und das Wuselfräulein (hoffentlich) bestätigen können, reicht mein Hochdeutsch, um sich mit mir verständigen zu können.

Ich verwende übrigens hier im Blog öfter Begriffe, die ich im Alltag nicht verwende (zB. schreibe ich öfter mal „Stuhl“, im Alltag sage ich aber immer „Sessel“, oben habe ich „Bonbon“ geschrieben, sage aber normalerweise „Zuckerl“). Auch viele Zitate von meinen Mitmenschen „verhochdeutsche“ ich aus Rücksichtnahme auf meine großteils deutschen Leser, bevor ich sie veröffentliche. Wenn ich mit Sätzen wie „..und daun hot mi a no a kiwara aufghoidn, dabei hob is eh scho so trabich ghobt!“ um mich werfen würde, würde ich mich denke ich auf Dauer nicht besonders beliebt machen.

 

Das ist ein Schraubenzieher! – oder: Das Problem zwei unterschiedlicher Schulsysteme

Ursprünglich hatte ich vor, nach der Schule nach Deutschland zu ziehen und bei Lufthansa Technik anzufangen. Dort hatte ich ein Praktikum absolviert und war total begeistert gewesen. Coole Leute, coole Arbeit, viele Flieger. Warum ich jetzt hier in Österreich sitze? Weil sich Lufthansa Technik weigerte, meine technische Vorbildung anzuerkennen. Wie in meinem Themenfreitagsbeitrag zum Thema Schule schon geschrieben, habe ich mich nicht nur durch teilweise fragwürdige Inhalte der Allgemeinbildung gekämpft, sondern auch durch Dinge wie Mechanik, Fertigungstechnik und Maschinenelemente. Ich habe gelernt, dass man Spannschlüssel an Drehmaschinen nicht stecken lässt wenn man sie einschaltet, dass die Zahl der Blasen an den Händen exponentiell mit den Hammerschlägen in der Schmiede steigt (und die Motivation im gleichen Maße sinkt) und dass es tatsächlich Leute gibt, die es schaffen, in der Schweißerei feuerfeste Werkstättenbekleidung in Brand zu setzen. Also eben Dinge, die dem deutschen Durchschnittsschüler verwehrt bleiben. Auch wenn das jetzt vielleicht etwas arrogant klingt: Ich sah nicht ein, dass ich mit ebendiesen deutschen Durchschnittsschülern auf dem Niveau: „Das ist ein Schraubenzieher. Den verwendet man um… „ anfangen sollte. Ich hätte mich sofort bereiterklärt, mich einem Theorie- und Praxistest zu unterziehen, damit die Verantwortlichen dort einschätzen können, welchen Teil der Ausbildung ich überspringen kann, aber da stellte sich Lufthansa Technik quer. Ich finde das bis heute schade, ich hätte gerne an Airbussen geschraubt.

Überhaupt tun mir deutsche Schüler irgendwie leid. Mit 8 Jahren hatte ich meine liebe Mühe damit, für einen Test in der Schule alle neun österreichischen Bundesländer und Hauptstädte auswendig zu lernen und diese auf einer Karte einzeichnen zu können. Später kamen dann blinde Karten, in denen man Gebirgszüge, Flüsse, Seen und Autobahnen beschriften sollte. Schon für ein kleines Land wie Österreich erschien mir das damals eine gewaltige Aufgabe. Vermutlich muss man zwar als Hamburger Schüler nicht jeden Waldsee in Bayern kennen, trotzdem glaube ich, dass die geographische und politische Allgemeinbildung deutlich umfangreicher ausfällt (bzw. aufgrund der Größe des Landes ausfallen muss) als in Österreich.

 

…aber zumindest Urlaub machen kann man ja trotzdem dort

Ich würde meinen, dass ich schon einiges von Deutschland gesehen habe. Ich war auf Fehmarn, in Hamburg, in Hamm (huhu, Wuselfräulein! 😀 ), in Berlin, in Frankfurt, in München, in Stuttgart, im Saarland (huhu, Zitrönchen! 😀 ), Heidelberg und oft in Regensburg. Das sind jedenfalls die Städte, die mir auf Anhieb einfallen und es sind Orte, an denen ich mich zumindest ein paar Stunden aufgehalten habe. Meine deutsche Lieblingsstadt ist Heidelberg, auch wenn ich dort nur einen Tag verbracht habe. Dort war ich an einem schönen Herbsttag und diese Burg auf dem Hügel, die alten Häuser im Zentrum erinnerten mich irgendwie an eine mittelalterliche Kleinstadt. Gleich danach kommt Regensburg, aber wohl deswegen, weil ich diese Stadt vor 3 Monaten zum ersten Mal bei Schönwetter gesehen habe (man glaubt gar nicht, was das für einen Unterschied macht- davor fand ich die Stadt ziemlich ungemütlich). Wir haben zweimal einen Familienurlaub in Deutschland verbracht, allerdings ist das beide Male auf meinen Mist gewachsen. Zu dieser Zeit war ich minderjährig, wollte aber das Wuselfräulein und etwas später das Zitrönchen und andere Menschen unbedingt persönlich kennenlernen. Somit fädelte ich mit viel Überredungskunst Familienurlaube in Deutschland ein (natürlich ohne zu verraten, worum es eigentlich ging), um mich ein- oder zwei Tage von der Familie abseilen zu können und meine Internetbekanntschaften persönlich kennenzulernen. Mittlerweile ist das ja glücklicherweise deutlich weniger kompliziert, was nichts daran ändert, dass ich in Deutschland einige Menschen kenne, die ich gerne überhaupt mal oder mal wieder persönlich treffen würde. Eigentlich hatte ich ja geplant gehabt, dieses Jahr im Herbst eine einwöchige Interrailtour durch Deutschland zu machen, aber dann war die Sehnsucht nach Strand und Meer und Sonne doch größer.

 

Psychisch krank?- Ab nach Deutschland!

Was wäre ein Fliegermädchen-Themenfreitagsbeitrag, wenn ich es nicht irgendwie schaffen würde, das Psychothema mit reinzuschummeln. Allerdings halte ich es wirklich für einen wichtigen Punkt, denn was die Versorgung von psychisch Kranken angeht habe ich oft das Gefühl, dass die deutschen Nachbarn uns um gute 20 Jahre voraus sind. Das fängt schon bei der ambulanten Psychotherapie an- denn die zahlen die Krankenkassen in Österreich grundsätzlich nicht. Zumindest nicht ganz. Es gibt einen Zuschuss von etwas mehr als 20€ pro Einheit, aber wenn man weiß, dass eine Einheit mindestens 80€ kostet, wären das bei wöchentlichen Sitzungen gute 250€ im Monat, die man irgendwie selbst finanzieren muss. Es gibt ein paar Organisationen, über die es möglich ist, Zugang zu kostenloser Therapie zu bekommen, aber da sind die Wartezeiten natürlich endlos. Und wenn man einen Therapeuten mit Spezialausbildung, zum Beispiel für Traumatherapie oder DBT, sucht, kann man das über diesen Weg direkt vergessen, da bleibt einem nur die Eigenfinanzierung. Der Vorteil ist dann natürlich, dass die Wartezeiten geringer sind (was ich da aus Deutschland höre ist ja teilweise gruselig), aber das Geld muss man halt mal haben. Tendentiell hadern ja eher jüngere Leute mit psychischen Krankheiten und ich behaupte mal dass die, die einfach mal so 250€ im Monat für Therapie übrighaben, eher in der Unterzahl sind.

Stationär sieht es allerdings auch nicht viel besser aus. Spezialkliniken, wie man das aus Deutschland kennt, gibt es kaum.  Sicher mag das auch daran liegen, das Österreich ein kleines Land ist und auch viele Deutsche quer durchs Land pilgern müssen um sich in einer speziellen Klinik in Behandlung zu begeben, insgesamt habe ich aber trotzdem den Eindruck, dass es in Deutschland mehr Angebote gibt.

Ich kann also allen Österreichern nur empfehlen, nicht psychisch krank zu werden, und wenn doch, nach Deutschland auszuwandern.

 

Da meine Blogaufrufe zu 80% aus Deutschland stammen, kann ich jetzt nur hoffen, nicht zu hart mit Deutschland ins Gericht gegangen zu sein. Ich schwöre, solange es bei euch Käsekuchen gibt, dürft ihr so viel Soße über euer Wiener Schnitzel kippen wie ihr wollt!

Außerdem würde ich gerne alle meine deutschen oder sonstigen „ausländischen“ Leser dazu einladen, mitzumachen und eure Gedanken, Erlebnisse und Vorurteile zum Thema Österreich aufzuschreiben! Besonders würde mich interessieren, ob „Oachkatzlschwoaf“ wirklich das bekannteste, „typisch österreichische“ Wort ist. Was ist sonst noch für euch „typisch österreichisch“?

Ich fände das wirklich toll und würde mich darüber freuen. Postet dann bitte einfach den Link dazu als Kommentar, damit ich Bescheid weiß, dass ihr etwas geschrieben habt, oder schreibt einfach einen Kommentar, wenn ihr keinen Blog habt oder es dort nicht veröffentlichen wollt. Seht es als eine Art… äääh… Award zur Vertiefung der grenzüberschreitenden Bloggerbeziehungen im deutschsprachigen Raum. Ihr seid hiermit ALLE nominiert! 😛 😉

Und wie immer gilt: Wenn ihr Vorschläge für den nächsten Themenfreig habt, lasst es mich wissen!

3 comments on “Themenfreitag #23 – Deutschland

  1. Das muss ich als Deutsche ja glatt mal kommentieren ;D Du warst im Saarland, also in meinem 20km entfernten Nachbar-Bundesstaat 😉 Ja, die Deutsche Bahn ist eine Katastrophe und mir ist auch noch kein Deutscher begegnet, der das Gegenteil behauptet hat. Ich mag Schnitzel mit Soße, allerdings nur Hähnchenschnitzel, die Wiener Version natürlich ohne Soße! Therapieplätze sind auch hier ein Drama. Ich warte seit über 6 Monaten überhaupt mal auf Rückrufe von Therapeuten -.-
    Was für mich typisch Österreichisch ist? KAISERSCHMARRN ❤ Und die Berge 🙂

  2. Dass du dich noch an Hamm erinnerst… 😀

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