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Verwirrung

Gesunde Ernährung. Was ist das eigentlich?

Das, was es so schwierig macht aus einer Essstörung herauszukommen ist dass niemand zu wissen scheint, wie gesunde Ernährung eigentlich aussieht. Da gibt es Veganer, Paleo-Leute, Low-Carb-High-Fat-Verfechter, dann wiederrum Menschen, die Fette verteufeln und sich kiloweise Kartoffeln und Nudeln reinziehen, um nur einige Beispiele zu nennen.  Und komischerweise behaupten sie alle, dass die jeweilige Ernährungsform die einzig Richtige und wirklich Gesunde ist.

Wenn man essen von Grund auf neu lernen muss, ist das ein Problem. Einfach nach Instinkt essen funktioniert nicht mehr, man braucht irgendein Konzept zur Orientierung, an dem man sich festhalten kann. Aber bei der Fülle an Möglichkeiten ist man überfordert. Nüsse ins Müsli oder doch lieber Haferflocken? Normales Joghurt oder Sojajoghurt? Oder lieber gar kein Joghurt mit Müsli und stattdessen Brot? Aber abends Brot, da soll man doch keine Kohlenhydrate mehr essen…?

Man verzweifelt an der Fülle der gesunden Ernährungskonzepte. Und weil man sich für keines entscheiden kann, macht man einfach weiter wie bisher.

 

 

One comment on “Verwirrung

  1. Liebes Fliegermädchen,

    ich lese Deinen Blog seit ich vor ein paar Monaten völlig ungezielt darauf gestoßen bin. Eigentlich bin ich erst nur wegen des tollen Namens daran hängen geblieben.

    Inzwischen habe ich mir bei Dir schon einiges an Ideen geklaut um das ein oder andere Problem bei mir anzupacken. Es klingt vielleicht etwas bescheuert, aber wenn andere Menschen offen über Dinge sprechen in denen ich Parallelen bei mir finde, dann kann über die Beschreibungen manche meiner Probleme besser verstehen. Deswegen erst mal Danke, dass Du so offen schreibst.

    (So viele Menschen mit psychischen Problemen. So wenig offen geteilte Gedanken, die über das “mit geht es irgendwie schlecht” hinausgehen, im Internet. Erstaunlich.)

    Ich Dachte ich kann mal versuchen ein paar kleine Dinge zurück zu geben. Auch wenn das eher ein hilfloser Versuch wird. Wenn gerade nicht die Zeit für blöde Tipps ist, kannst Du ja den Rest streichen.

    Was Du an Ernährungstrends aufgelistet hast ist wissenschaftlich überwiegend Unfug. Eine verbreitete Meinung ist, dass Gesunde Ernährung vor allem das ist, womit Menschen sich wohlfühlen. Zumindest wenn das mit einer passenden Menge Sport ergänzt wird. Wer unbedingt 5 Jahre älter werden möchte, kann hier und da mit Fetten und tierischen Erzeugnissen sparen. Aber ich rate mal: Das ist nicht wirklich dein Thema.

    Aber Wenn das Kind erst mal in den Brunnen gefallen ist … Ich wusste/weiß auch nicht was mir gut tut oder womit ich mich wohl fühlen könnte. Ich hatte/habe auch total große Probleme Mengen einzuschätzen. Irgendwie wieder eine (positive) Verbindung zu Sättigungsgefühlen usw. zu bekommen. Oder vielleicht etwas treffender: Nicht mehr so eine riesige Scheißangst und so viel Horror um das ganze Thema Essen zu haben.

    Was ich Dir eigentlich kurz da lassen wollte: Du bist ja sicher mal an Verhaltenstherapie zumindest vorbei gelaufen? 😉 Probier mal den ganzen Kram mit genauem Beobachten auf Deine Gedanken zum Essen (mal wieder?) anzuwenden. (Du hast ja manche Ängste z. B. mit “Disziplinlosigkeit ansehen können” schon erwähnt.) Und dann dem ganzen nachgehen was wirklich passieren kann wenn Du wieder mehr isst. Katastrophisieren und so. Und hoffentlich sehen, dass das die Angst eigentlich nicht wert ist, was da passieren könnte.

    Ja ich weiß, wenn das alles so einfach wäre. Blöde Tipps Ende.

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