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Auf in die letzte Arbeitswoche

Das Wochenende war okay. Gestern war ich eine Zeit lang ziemlich panisch, nachdem ich total viel gegessen hatte. Ungefähr so viel, wie man als normaler Mensch über den Tag verteilt essen sollte, bloß, dass ich es innerhalb eines Vormittags gemacht habe. Trotzdem habe ich nicht zugenommen, sondern 500g abgenommen, was vielleicht auch daran lag, dass ich auf dem Klo ein Kind geboren habe. Durch den Hinterausgang. Zumindest hat es sich so angefühlt. Verstopfung lässt grüßen.

Andererseits habe ich wieder gemerkt, wie gut es sich anfühlt, wenn man genug gegessen hat. Wie viel Energie man hat. Und diese Tatsache macht das schlechte Gewissen noch größer, dass es sich auch noch gut angefühlt hat, etwas gegessen zu haben. Ich müsste mich doch schämen und alles tun, um das Gegessene wieder loszuwerden oder zumindest die Auswirkungen davon möglichst gering zu halten- aber es darf sich doch nicht gut anfühlen.

Ich war gestern Abend barfuß spazieren. Habe ich schon ewig nicht mehr gemacht- keine Energie. Danach habe ich außergewöhnlich gut geschlafen. Selten schlafe ich ohne Medikamente länger als 6 Stunden. 5 sind die Regel. An die Essensträume habe ich mich schon gewöhnt. Ich träume eigentlich von nichts Anderem mehr. Zumindest muss ich so keine Angst vor Alpträumen haben.

Heute waren meine Eltern hier. Am Schluss hat mir meine Mutter noch Zetteln über ein Therapiezentrum für Essstörungen in einem anderen Bundesland in die Hand gedrückt. Fand ich irgendwie nett, dass sie sich da Gedanken darüber gemacht und recherchiert hat.

Morgen ist also der Termin in der Essstörungsambulanz und ich frage mich, wozu ich da überhaupt hingehe. Die Tagesklinik dort ist für mich keine Option, auch wenn es Dr. Hexe s auf die Überweisung geschrieben hat- erstens wegen der beruflichen Situation und zweitens weil Sabine dort war und erzählt hat, dass man den ganzen Tag hauptsächlich herumsitzt und nichts tut. Die angeblich so Berufstätigen-freundlichen, regelmäßigen ambulanten Therapieangebote fallen auch flach. Ich kann allerfrühestens um 17:00 dort sein (und selbst das wäre verkehrsbedingt purer Stress) und diese Angebote fangen zwischen 15:00 und 16:00 an. Total Arbeitswelt-freundlich also. Aber naja. Einfach mal hingehen, ein bisschen rumjammern. Schadet ja auch nicht, jetzt, wo ich auch keine ambulante Therapie mehr habe.

 

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