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Arbeit und Musik

Die zwei neuen Arbeitskollegen scheinen ganz nett zu sein. Von dem einen höre und sehe ich zwar außer beim Mittagessen fast nichts, vom anderen etwas mehr, weil der immer wieder Teile aus dem Lager holt. Er kann kein Deutsch, deswegen rede ich mit ihm Englisch, genauso wie mit Peter. Die beiden kommen aus dem selben Land. Sein Akzent erinnert mich total an den der Leute in Finnland, deswegen muss ich irgendwie immer innerlich lächeln, wenn dieser neue Arbeitskollege etwas zu mir sagt. Am Wochenende habe ich mir mal wieder die Finnlandfotos durchgesehen und ach… was soll ich sagen. Es war einfach eine verdammt coole Zeit dort und es ist nach wie vor mein Traum, irgendwann mal dort zu leben. Die Dunkelheit während den Wintermonaten hier finde ich irgendwie erdrückend, aber dort war es ganz anders.

Peter hat mir gestern gesagt, wie sehr er sich freut, dass ich wieder da bin. Das fand ich lieb von ihm.

Allgemein klappt arbeiten bisher recht gut. Wenn ich mich dabei erwische in meiner Freizeit an die Arbeit zu denken versuche ich, die Gedanken nicht festzuhalten sondern weiterziehen zu lassen. Ich bemühe mich auch, Dinge aufzuschieben und liegenzulassen. Das ist etwas, das ich früher nicht konnte. Ich konnte nicht nach Hause gehen, bevor ich nicht alles auf meiner To-Do-Liste erledigt hatte. Übrig bleiben durften nur Dinge, die ich am selben Tag nicht lösen konnte, weil ich zum Beispiel auf die Antwort von einer Firma warten oder mit dem Chef reden musste. Ich versuche, es jetzt anders zu machen und bisher klappt es halbwegs, auch wenn ich mir gestern einen kleinen Rüffel von der Chefin einfing, als sie um 17:00 feststellte, dass ich noch immer da bin.

 

In den letzten Tagen habe ich viel Klavier gespielt. Ich muss immer lächeln, wenn ich mich danach zu meinen Fellmonstern umdrehe. Wenn ich spiele, suchen sie sich einen Platz so nahe wie möglich bei mir, legen sich hin und hören zu. Das ist einfach total süß, wenn ich mich dann umdrehe und sie mich ansehen als würden sie sagen: “Du willst schon wieder aufhören?”

Werde mich dann noch ein bisschen zu ihnen setzen und mich bestupsen und beklettern lassen. Und danach schlafen gehen. Kraft tanken. Die werde ich in den nächsten Tagen brauchen.

 

 

 

 

 

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