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Entscheidungsschwierigkeiten

Da ich morgen früher aufstehen muss (dachte ich bis vorhin zumindest), erklärte ich den heutigen Freitag zum Samstag (irgendetwas Gutes muss der Krankenstand ja auch haben) und schlief bis um 9. Danach pilgerte ich in die Stadt zur Krankenkasse wegen dem Krankengeldkram. Hatte meine Mutter mir aufgetragen. Ende vom Lied: insgesamt 3 Stunden unterwegs gewesen, dafür, dass die Frau auf der KK 10 Sekunden braucht um mir zu sagen, dass das Krankengeld gestern überwiesen wurde. Juchu. Aber immerhin ist das Geld jetzt am Konto, habe gerade nachgesehen.

Anschließend war ich noch beim Baumarkt, weil ich einen Rahmen für ein Bild kaufen wollte, das ich in der Klinik gezeichnet habe. Als ich dann vor den ganzen Bilderrahmen stand, fiel mir ein, dass es unter Umständen sinnvoll gewesen wäre, das Bild zuhause abzumessen. So zog ich unverrichteter Dinge wieder von dannen und war heilfroh, als ich um 15:00 wieder im Kaff war.

Habe vorhin mit meiner Mutter telefoniert. Sie wollte wissen, ob sie am Sonntag zu mir kommen soll, oder ob ich nächstes Wochenende nach Hause komme. Und ich habe absolut keine Ahnung was ich will. Habe ich ihr auch so gesagt. “Habt ihr da nicht so ein Modul gehabt, wo ihr das lernt?” meinte sie. Haha, sehr witzig.

Inzwischen ist meine Schwester nämlich angeblich gesprächsbereit. Behauptet zumindest meine Mutter. Sie hat nämlich angeblich meine Mutter gefragt, ob ich denn nächstes Wochenende nach Hause komme, damit sie vor Weihnachten noch mit mir reden könnte. Warum sie mich das nicht selbst gefragt hat? Ja, das frage ich mich auch. Inzwischen war der Ärger auf sie eigentlich schon verflogen und ich hatte einfach nur mehr gehofft, dass sie sich meldet, aber dass sie jetzt nicht mal den Mut hat, mich selbst zu fragen wann ich das nächste Mal nach Hause komme, macht mich dann doch wieder irgendwie wütend. Wenn sie schon die letzten fast 3 Monate jeden Kontakt mit mir verweigert hat, dann soll sie wenigstens dazu stehen und selbst wieder Kontakt zu mir aufnehmen.  Um mir vorzuwerfen, dass ich mein Leben, meine Zukunft, die Familie und sowieso alles zerstört hätte, hat sie ja unsere Mutter schließlich auch nicht gebraucht.

Andererseits bin ich mir nicht sicher, wie viel von dem, was meine Mutter behauptet, dass meine Schwester gesagt hätte, wirklich stimmt,  oder ob das nur dazu dienen soll, mich nach Medan zu locken um mit meiner Schwester zu reden und ihr drückt sie dann so etwas rein “dass sie ja jetzt endlich mal mit mir reden muss und das nicht so weitergehen kann”. Das könnte ich mir nämlich auch ganz gut vorstellen. Aber so ein “erzwungenes” Gespräch will ich nicht.

Nein, irgendwie war heute nicht ganz so mein Tag. Aber morgen wird hoffentlich besser, denn da treffe ich mich mit Blacky. Wir haben uns zwar im Sommer gesehen, aber ich weiß von dem Treffen gar nichts mehr, außer dass wir Pizza essen waren. Wenn man Benzos nimmt, fällt einem gar nicht so auf, was für einen Einfluss die auf das Gedächtnis haben. Das kommt dann erst, wenn man versucht, sich an die Zeit zu erinnern, als man sie genommen hat und feststellt, wie viele Erinnerungen einem eigentlich fehlen. Ich kann mich an das Treffen mit Blacky vor einem Jahr besser erinnern als an das vor etwas mehr als 3 Monaten.

 

One comment on “Entscheidungsschwierigkeiten

  1. Mmh… Und wenn Du Deiner Schwester mal schreibst und sie fragst, ob sie reden will?
    Dann könntet ihr das vielleicht unter 4 Augen machen und nicht mit der ganzen Familie am Wochenende.

    Und so rein vom Gefühl würde ich sagen… Gönn Dir noch ein Wochenende zu Hause 😊

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