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Planänderung

Eigentlich stand schon seit Wochen fest, wo ich die zweite Augustwoche verbringen werde. Zugegebenerweise hatte ich Angst, dass mir das zu viel wird. Über 4 Stunden Anreise mit dem Auto, den ganzen Tag auf den Beinen, in der Sonne… aber ich hoffte auch auf Abstand zu der gegenwärtigen Situation. Und da hilft räumlicher Abstand nun mal am besten. Besonders, wenn man beschäftigt und abgelenkt ist.

Ich habe dem Piloten vom Heimatflugplatz gemailt und um Details gebeten. Wo genau, was mitnehmen, wann dort sein. Vorhin ein Anruf. Nein, ich müsse nicht hinkommen. Der Platz sei super, sie kämen auch alleine zurecht. Außerdem sei es mit Schlafgelegenheiten ziemlich schwierig.

Grundsätzlich plane ich nicht gerne im Voraus wegen den Stimmungsschwankungen. Besonders Dinge, die man nicht wirklich absagen kann, weil man zum Beispiel irgendwo mithilft, und die Anderen sich darauf verlassen dass man dann auch da ist um zu helfen. Oder, wenn es fix gebuchte Reisen sind wo man nicht einfach sagen kann: “Nein, mir gehts nicht gut, lass uns 3 Tage später fahren”. Mitunter kann es passieren, dass ich mich wochenlang auf etwas freue, und wenn es so weit ist, sitze ich am Vorabend zuhause und heule mir deswegen die Augen aus dem Kopf, weil es mich in diesem Moment überfordert.

Andererseits reißt es mir förmlich den Boden unter den Füßen weg, wenn solche “Großereignisse” plötzlich ausfallen. Es war alles schon so fix geplant und jetzt stehe ich auf einmal da und muss eine Woche mit irgendwelchen Aktivitäten füllen.
Ich habe die Wahl, ob ich hier im Kaff bleibe und mich mit Tabletten zudröhne weil mir vermutlich die Decke auf den Kopf fallen wird, oder ob ich nach Medan fahre. Bei meiner derzeitigen nicht vorhandenen Stabilität ist das bestimmt ganz toll, weil mich in Medan alles an früher erinnern wird, was dazu führen wird, dass ich mich mit Tabletten zudröhnen werde. Wie ich die Woche verbringen werde, ist also schon mal klar- die Frage ist ganz einfach ob hier oder in Medan. Hier brauche ich es aber zumindest nicht zu verstecken.

Auch wenn es blöd klingt, ich überlege, auf den Urlaub einfach zu verzichten. Der Chef hat bestimmt nichts dagegen, ich könnte ungestört arbeiten und müsste vor Allem nicht überlegen, was ich mit mir anfange.

One comment on “Planänderung

  1. Ich plane auch nicht groß voraus. Wie du schon sagst setzt das sehr unter Druck. Grade die Stimmungsschwankungen und wie du selbst schreibst den Abend dacor, das es einfach zu viel ist. Ich Hoffe du entscheidest so wie du dich am besten mit fühlst

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