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Neben mir

Ich stehe neben mir. Aber sowas von. Viel Stress und wenig schlafen und Ängste sind keine gute Kombination.

Und dann hast du diese Momente im Leben, wo du denkst: “Ok, jetzt drehe ich total durch.” Stell dir vor, du stellst dich vor einen Spiegel und siehst dich an. Du weißt dass du es bist, aber es fühlt sich nicht an als wärst es du. Du siehst dich, aber du erkennst dich nicht. Du weißt nur, dass du es bist weil du gelernt hast, dass man sich in Spiegeln selbst sieht. Du findest es gruselig dein Gesicht im Spiegel zu sehen, weil dieses “Das bin ich”- Empfinden nicht da ist. Ich mache mittlerweile einen möglichst großen Bogen um alle Spiegel, weil es total schräg ist, wenn einem das eigene Spiegelbild so fremd vorkommt. Ein paar Stunden geht es ja. Aber zwei Tage ununterbrochen…das beginnt langsam nicht mehr schön zu sein.

Freitag Feiertag und somit die Woche um einen halben Arbeitstag kürzer. Ob ich das so gut finden soll weiß ich nicht, weil ich jetzt die ganze Arbeit in noch kürzerer Zeit erledigen muss.

Mein Körper zeigt mir auch mal wieder den Mittelfinger, ich bin nur mehr kaputt und mein Kreislauf kann sich regelmäßig nicht entscheiden ob er jetzt vernünftig weitertun will oder nicht. Nach einigem Hin- und Herüberlegen hat er sich bisher aber immer dafür entschieden. Ok, vielleicht würde “mehr essen” das Problem auch lösen. Aber bei meinem derzeit nicht vorhandenen Körpergefühl merke ich nicht mal mehr richtig, wenn ich Hunger habe. So 20 Minuten spüre ich dann mal diese unangenehme Leere im Bauch, aber das wars auch wieder und wenn das vorbei ist, ist gar nichts mehr. Und warum sollte man früher aufstehen und frühstücken, wenn man auch einfach länger schlafen kann und gleich in die Arbeit fahren kann?

“Weniger verletzen” wäre auch eine theoretische Möglichkeit. Irgendwie ist es ja auch interessant. Wenn man sich normal hin und wieder mal verletzt, sich in den Finger schneidet oder so, merkt man eigentlich gar nicht dass der Körper Kraft für die Heilung braucht. Das geht alles irgendwie von selbst. Aber wenn man dann wirklich viele Verletzungen hat, fühlt man sich körperlich teilweise richtig fertig. Bei mir ist das zumindest so.

Irgendwie schreibe ich heute nur Schrott. Ich geh ins Bett.

4 comments on “Neben mir

  1. Das ist kein Schrott! Ich wünschte, ich könnte wenigstens zehn Prozent meiner Gedanken so zu Papier resp. auf Bildschirm bringen. Was mir aber leider nie gelingt. Denn bis sich die Gedanken in meinem Kopf zu verwertbaren Wörtern geformt haben, findet mein Gehirn diese schon wieder unnötig, unpassend oder was auch immer .. jedenfalls nicht mehr Wert, für immer festgehalten zu werden…

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