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Tropopause

Ein Tag zum Vergessen, der darin gipfelt, dass ich beim Mittagessen munter vor mich hindissoziiere weil man ja sonst nichts Besseres zu tun hat. Andreas entdeckt, dass es unglaublich Spaß macht, mich in diesem Zustand anzusprechen, weil ich mal ein paar Sekunden brauche um zu kapieren, dass er gerade etwas gesagt hat und dass das für mich bestimmt war. “Oh Fliegermädchen… da wo du jetzt bist würde ich auch gerne sein!”. Später: “In welchen atmosphärischen Schichten bewegst du dich gerade? Deiner Kleidung nach zu urteilen müsste es die Tropopause sein…” weil ich mal wieder die einzige bin, die mit Pulli am Tisch sitzt und trotzdem friert. “Ich bin nicht in der Tropopause, sondern in der Mittagspause” erklärt der Chef. Als Strafe klingelt kurze Zeit später sein Handy.

Das Blöde ist, dass der Zustand mit dem Ende der Mittagspause nicht vorbei ist. Auf die Arbeit konzentrieren? Kann man vergessen. Und wenn man im Rahmen der Arbeit auch noch mit anderen Menschen kommunizieren muss, gehört dass zu den gemeinsten Dingen die es gibt. Mir fällt es dann total schwer, andere Menschen anzusehen. Und was noch schlimmer ist: mich selbst anzusehen, ich mache einen großen Bogen um alle Spiegel weil ich es in diesen Momenten fast schon gruselig finde, mein Spiegelbild zu sehen.

Noch 1,5 Tage. Dann ist Urlaub. Und dann ist Freitag. Und dann kann ich zu Flausch und kann stundenlang mit ihr kuscheln.

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