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Hygiene und Ordnung

Nein, ich bin kein ordentlicher Mensch. Ich sauge nicht einmal pro Woche Staub. Bei mir steht dreckiges Geschirr auch schon mal mehrere Tage herum. In meiner Wohnung herrscht fast immer ein gewisses “Grund-Chaos”. Dazu stehe ich, auch wenn es manche Menschen vielleicht nicht verstehen. Doch irgendwo gibt es auch bei mir eine Grenze. Es gibt Dinge, die müssen dann echt nicht sein.

Vor zwei oder drei Wochen hatte ich das ultimative Aha-Erlebnis als ich feststellen musste, dass meine Badezimmerarmaturen richtig glänzen können nachdem ich den Kalk mit den Fingernägeln- jawohl, mit den Fingernägeln, mit Schwamm war da nix mehr zu machen- heruntergekratzt hatte. Meine Vormieter waren offenbar keine Putzteufel gewesen.

Das nächste Aha- Erlebnis folgte gerade eben, als ich endlich die dunklen Ablagerungen vom Boden meiner Toilette entfernen wollte. Diese sind schon seit meinem Einzug vorhanden, es wurde auch bei der Inspektion der Wohnung vor dem Unterschreiben des Mietvertrages vermerkt (“Also ich schreib das mit der Toilette mal auf, aber versuchen Sie das doch mal mit Toilettenreiniger, einfach über Nacht einwirken lassen, dann löst sich das ganz von selbst.” Vergiss es. Drei Mal gemacht, kein Mal funktioniert, Klobesen-Schrubberei blieb ebenfalls erfolglos). Langsam wird das ganze aber unangenehm, denn es ist mir peinlich, wenn nun irgendjemand bei mir die Toilette benutzt. Mittlerweile wohne ich auch schon eine Zeit lang hier und es ist mir unangenehm, dass jemand denken könnte, ich ließe die Toilette so verdrecken.

Somit griff ich heute zu härteren Mitteln und suchte mit Schraubenzieher und Chemie-Keule bewaffnet meine Toilette auf. Wer denkt, das mit dem Schraubenzieher sei übertrieben gewesen, der irrt. Die Bruchstücke der Ablagerungen, die ich aus der Toilette fischte, Maßen an der dicksten Stelle 4mm (!!!). Kein Wunder, dass da mit Toilettenreiniger und Klobürste nichts weitergegangen war. Ich finde ja so schnell nichts ekelig, aber die Vorstellung, dass ich hier Reste der Exkremente der mindestens letzten 5 Jahre vom Boden meiner Toilette kratzte….bääääääh. Das ist so ein Punkt wo ich mir denke: “Also so weit braucht man es wirklich nicht kommen lassen.”

Als ich unter den Rand der Toilette spähte musste ich mich noch mit der Vermutung auseinandersetzen, dass Kalkablagerungen schimmeln können, da es dort Stellen gab, die rot-schwarz-grün gesprenkelt waren und irgendwie…naja, flauschig aussahen. Eigentlich will ich die Antwort gar nicht so genau wissen…

2 comments on “Hygiene und Ordnung

  1. hihi 🙂

    P.S: Essigreiniger wirkt Wunder bei Kalk 😉 Nicht dass dies bedeuten würde, bei mir wären keine Kalkspuren zu finden … nä-äh! Ich bin froh, dass die Würmer, die sich da mal aus den blöden Fruchtfliegen fortgepflanzt haben, nicht aus dem Geschirrspüler rausgekrochen sind – jaaa, wääääh! – was aber zum Glück ein ziemlich ekliger Weckruf, mit der Folge des Überdenkens meiner Putzroutine, war.

    Ach, und ich war froh zu lesen, dass Schraubenzieher und Chemiekeule keine ‘neuen Inspirationen’ waren!

  2. Ja kalk ist auch was lustiges… Ich habe auch eine weile nach meinen Einzug fest gestellt, dass das hellorange meiner Dusch/Badewanne doch ein wenig kräftiger ist.
    Wobei hier der Kalk aber auch extrem ist, ohne Wasserfilter sieht ein Wasserkocher nach ca 7x benutzen fällig für die nächste Entkalkung aus.

    Zu dem schwarz-rot-grün: Vllt in der Nähe von möglichen Schauben? Denn könnte es Grünspan sein: http://de.wikipedia.org/wiki/Patina#mediaviewer/Datei:Alterungs_patina.jpg

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