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Die letzten Tage…

…irgendwie schreibe ich nur alle paar Tage. Vielleicht, weil ich nicht immer nur Negatives schreiben will. Und in ein paar Tagen besteht doch irgendwo die Chance, dass auch etwas Positives dazukommt.

So auch diese Woche. Ich habe einem meiner (vielen *hust*) ehemaligen Psychiatern eine Mail geschrieben. Aber der, dem ich geschrieben habe, der ist besonders. Ich habe ja schon viele Psychiater kennengelernt- aber die waren alle frustriert und hatten, wenn überhaupt, einen Humor, den ich einfach nicht verstanden habe.  Dieser eine Psychiater war anders. Er war mein behadelnder Arzt in der Tagesklinik. Er war irgendwie genial. Auch wenn ich ihn manchmal am liebsten erschlagen hätte.  Für seine Scheiß Arm- und Beinkontrollen, dafür, dass ich mir manchmal vorkam wie ein Versuchskaninchen bezüglich der Medikamente…aber trotzdem mochte ich ihn, weil er so schön anders war. Jung. Sportlich. Humorvoll. Witzig. Aber auch ernst, wenns um ernste Sachen ging.

Dann kam der Zeitpunkt, an dem sein Praktikum in der Tagesklinik vorbei war. Für mich war das schlimm. Er fing auf der Kinderstation der Psychiatrie, wo ich gewesen war, zu arbeiten an. Danach schrieben wir uns hin und wieder Mails. Seit 2012 war dann aber irgendwie Funkstille.

Und vorgestern…ich weiß nicht, ich hatte von ihm geträumt, und hatte dann irgendwie das Bedürfnis ihm wieder zu schreiben. Ich tat es. Und hatte gestern schon eine Antwort.

Es war schön von ihm zu hören. Aufgrund von Computerproblemen waren Mails und Mailkontakte verloren gegangen, er hatte somit keine Möglichkeit gehabt, mich zu erreichen. Aber er hatte mich nicht vergessen. Er erzählte von seiner Arbeit, seiner Familie, seiner Facharztprüfung… ich finde das schön. Es ist nicht mehr so dieses Arzt-Patienten-Verhältnis. Es ist irgendwie ein Austausch auf gleichem Niveau. Das macht Spaß.

Sonst waren die letzten Tage eher mühsam. Selbstverletzungen. Keine-Lust-mehr-haben. Schwierigkeiten in der Arbeit. Nicht einschlafen können, zu früh aufwachen, Blödsinn träumen…

Vielleicht nehme ich am Wochenende Medikamente. Vielleicht gönne ich mir mal wieder eine Nacht tiefen, ungestörten Schlaf. Scheiß auf den Kater am nächsten Tag. Es ist Wochenende, ich bin alleine, mir gehts nicht gut, so what?! Wenn ich morgen und übermorgen alles erledige was ich mir vorgenommen habe, warum nicht bis Sonntag Mittag schlafen?

Außerdem frisst mich derzeit die Einsamkeit irgendwie auf. Dann doch lieber schlafen.

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